Das Buchlayout

10. November 2015

Das ruhige Design begleitet die Fotografie

 

Das Layout ist schlicht und kraftvoll. Es stellt die Fotografien ins Zentrum. Durch die bewusste Beschränkung auf maximal vier Bilder pro Doppelseite, hat jedes Motiv Raum seine volle Wirkung zu entfalten. 
Jedes der elf Kapitel beginnt mit einer kurzen Tagesbeschreibung. Ein Stadtplan illustriert die Route und die wichtigsten Orientierungspunkte auf unserem Weg.

In den Tagesverlauf eingestreute Textabschnitte liefern spannende Hintergründe und persönliche Tipps zu Themen wie Geschichte, Sehenswürdigkeiten und Lifestyle. 

Weitere Details – geistreich, informativ, bereichernd – beinhalten die aufwändig recherchierten Bildunterschriften.

Der Buchdruck

4. November 2015

„MANHATTAN DIARY“ in der Druckerei

Damit alles klappt und man zwischen Buchdruck und Buchanlieferung gut schlafen kann, sollte man die Druckabnahmen der ersten Druckbögen nicht ausfallen lassen. Eine letzte Farbabstimmung an der Druckmaschine, zwischen dem Druckplattenwechsel warten und Tee trinken. 
Obwohl ich die Druckabnahme für Kunden schon oft durchgeführt habe, war es mit dem eigenen Fotobuch sehr aufregend. Ende November soll das fertige Fotoreisebuch „MANHATTAN DIARY – elf unvergessliche Tage“ geliefert werden. 

Eine Leseprobe

2. November 2015

Tag 2 in MANHATTAN DIARY: PHOENIX

Leseprobe Tag 2, S. 20

Montag: Dank Jetlag stehen wir schon um acht Uhr an der Südspitze Manhattans. Die Wellen schlagen rhythmisch ans Ufer, die Möwen kreischen, aber der typische Salzgeruch fehlt. Vielleicht, weil hier der Hudson River mit gewaltigen Mengen Süßwasser in die Upper Bay drängt.

Bagger verwandeln den Battery Park in einen Kartoffelacker. Dazwischen die stark deformierte Bronzeplastik The Sphere, die früher am Fuß der Twin Towers stand. Der Charching Bull – angriffslustig inmitten fotobesessener Reisegruppen, ein Gruß zur Trinity Church, dann ragt schon One World Trade Center vor uns auf. Drum herum lärmt die Großbaustelle vom Ground Zero. Das 9/1 1-Memorial mit den Wasserbecken, die die einstigen Fundamente der Zwillingstürme markieren, wird von einer hohen Bretterwand abgeschirmt. 

Auf dem Weg zum South Street Seaport dröhnen Touristen-Helikopter, die im Minutentakt wie Jagdgeschwader über die Stadt gescheucht werden. Dagegen ist es in der Fulton Street endlich wieder stiller. Hier hat Ende Oktober 2012 der Hurrikan Sandy getobt und manche Gebäude zeigen noch Spuren der Verwüstung. Wir tauchen mit der Subway unter dem East River hindurch und schließen uns den Touristenströmen zum Brooklyn Bridge Park an. Auf der Manhattan Bridge donnert ein Duett von Subway und Baustelle. Trotzdem wirkt das Ganze idyllisch und der Blick auf Downtown ist großartig. Zurück gehts über die knapp zwei Kilometer lange Brooklyn Bridge. Unter uns die Autos, dann der Fluss. Unsere letzte Station, die Wall Street, leitet uns zum Mini-Park auf Pier 12 – Liegestühle, Sonne, Pause.


Leseprobe Tag 2, S. 22

Von Manna-Hata zu Manhattan

Unzählige Überwachungskameras beobachten uns, während wir wiederum die prominenteste Baustelle Manhattans betrachten. Das neue World Trade Center entsteht im Schutz meterhoher Stacheldrahtzäune. Behelmte Arbeiter verlassen den abgeschotteten Bereich lediglich zum Schichtende oder für eine kurze Kaffeepause im Freien. Überall in Manhattan lärmen Baustellen. Manchmal ist ein ganzer Häuserblock unsichtbar, bis er wie eine Wunderbohnenranke über eine dichte Bretterwand spitzt, um dann in ungeahnte Höhen aufzuschießen. Die Stadt wird immer gewaltiger, mondäner und vielfältiger, aber auch lauter, voller und teurer. 

Mit den Einwandererströmen hat sich das bewaldete Indianerland „Manna-Hata“ in ein Säulendiagramm des Erfolgs verwandelt. Die Menschen drängt es zu zeigen, was sie erreicht haben – immer höher, immer repräsentativer. Anfangs waren die Konturen der Insel schma-l und unregelmäßig, aber in verschiedenen Bauphasen wurden Hügel eingeebnet, Sümpfe trockengelegt und das Land aufgeschüttet. Manhattan ist ein geschliffener Fels aus Schiefer, Gneis und Marmor. Ein starkes Fundament und perfekter Nährboden für das enorme Wachstum. Immer wieder gab es auf Manhattan Island das höchste Gebäude des Landes oder sogar der Welt.  

Mitten im Financial District, umgeben vom ältesten Friedhof Manhattans, steht die neugotische Trinity Church – quasi konkurrenzlos – für stabile Werte jenseits der Finanzwelt. Wir entdecken die Gräber von Robert Fulton, dem berühmten Dampfschiff-Ingenieur, des deutschstämmigen Multimillionärs Johann Jakob Astor und von Alexander Hamilton, einem der Gründerväter. Unser kleiner Rundgang wird zu einer Reise durch die frühe Geschichte der USA. 


Leseprobe Tag 2, S. 36

Bildunterschriften von links nach rechts: 

Crossover: Die Brooklyn Bridge überspannt die alten Hafengebäude an der Water Street – heute heißbegehrte Event-Locations.

Blick zurück nach vorn: DUMBO hat sich verändert, aber der Ausblick über den East River ist imposant wie eh und je. 

Water Street: Kunstinstallation an den alten Docks.

Cowgirl: Gute Verbindung: DUMBO und die namensgebende Manhattan Bridge.